Freitag, 1. Mai 2009

Sonntag 26.04.2009 4 km hinter Ternopil

Kriegerdenkmal[Falk] Wir besitzen seit heute eine ukrainische Handy-Nummer. In Ternopil haben wir uns eine Prepaidkarte gekauft. Hier kostet uns die Minute nach Deutschland nur 12 ct. Das ist unglaublich günstig. Nach einer halben Stunde Sucherei nach dem richtigen Weg in Ternopil, hielt eine nette Dame an, die uns auf Deutsch den Weg erklären konnte. Dann meinte Sie, dass wir hinter ihr her fahren sollen. Das Angebot nahmen wir dankend an. Nach einer viertel Stunde nur bergauf, waren wir aus der Stadt draußen. Dann fragte Sie uns, ob sie noch etwas für uns tun kann. Ich fragte Sie, ob Sie eine Möglichkeit zum Campen hat. Nach heutigen 70 km mit vielen Bergen, hatten wir den Kanal ziemlich voll. Sie stimmte zu und wir fuhren zu ihr nach Hause. Somit sind wir heute Nacht bei einer super netten Familie (Mama Alla, Papa Romano, Kind Romano jr., Oma Natalie und eine Katze) gelandet.
Wir haben so fürstlich gespeist, dass wir ein schlechtes Gewissen haben. Das Abendessen kann man nicht beschreiben. Es gab so viele Köstlichkeiten, Salat, gebratene Wurst, gebackene Kartoffeln mit Knoblauch und Kräutern, lecker Hoch 10! Natalie kann sehr gut englisch, sie lebte fünf Jahre in England und zwei Jahre in Griechenland. Da hat sie als Hausdame und Köchin gearbeitet. Alla kann sehr gut deutsch. Es war schön, mal wieder mit jemand anderem deutsch zu sprechen. Romano war anfangs etwas skeptisch. Aber als der das Bike und unser Vorhaben verstand, hatten wir ihn auf unserer Seite. Seit langem haben wir wieder ein richtiges Sicherheitsgefühl. Unser Bike stand in einer abgeschlossenen Garage und wir in einem abgeschlossenen Haus. Einfach nur Klasse. Wir haben uns über unsere geplante Strecke unterhalten. Sie waren alle der Meinung, dass unsere Route zu gefährlich ist. Zuerst gingen wir die Städte durch. Als ich dann 50 Prozent wegen zu hoher Gefahr streichen musste, meinten Sie, dass wir doch weiter nördlich fahren sollen. Die Regionen dort sind besiedelter und die Menschen nicht so gefährlich. Nach einer weiteren Stunde der Planung und einem Anruf bei einem befreundeten Polizisten, ob wir denn ukrainische Autobahnen fahren dürfen, gingen wir ins Bett. Alla, falls du das hier liest, vielen Dank für dein Vertrauen und viel Spaß beim Spiegel lesen.

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