Donnerstag, 18. Juni 2009

Mittwoch, der 17.06.2009, Novobogatinskoe

[Falk] Wir schlafen heute bei einer Großfamilie, die in einer Lehmhütte lebt. Wir haben uns hier heute quasi selbst eingeladen. Eigentlich wollten wir nur in ein Magazin (Tante Emma Laden), aber ich habe einfach gefragt, ob wir unser Zelt hier abstellen dürfen. Wir wollten eh kurz nach dem Dorf schlafen, also warum nicht. Nach einigen verdutzten Blicken haben sie uns gewähren lassen. Ich schreibe das mit Absicht etwas mit Distanz, denn das Eis ist hier noch nicht so richtig gebrochen. Ich habe signalisiert, dass wir uns morgen früh wieder verabschieden. Dann haben sie uns Decken auf den Boden gelegt, ich habe Tee gekocht, und wir haben ihn zusammen getrunken. Aber immer mit Skepsis auf der einen und grenzenloser Neugier auf der anderen Seite. Wir sind hier momentan mit den Einheimischen menschlich noch nicht so richtig zusammen gekommen, vielleicht gibt sich das noch.

Von Cross-Eurasia

Heute war wieder ein Tag zum Vergessen. Wir sind viel zu spät aufgestanden und erst gegen neun Uhr los. Da waren es dann schon über 30 °C und wir hatten natürlich wieder Wind von vorn. Wir sind den ganzen Tag gefahren und nicht über einen 13er Schnitt gekommen. Echt abgefahren. Wir haben nach 65 km in einem kleinen Ort ein Magazin gefunden indem wir unsere Wasser- und Essensvorräte wieder auffüllen konnten. Natürlich wieder mit 15 Leuten (alle männlich), die um das Fahrrad stehen und Bauklötze staunen. So richtig Pause war da natürlich bei 45 °C, dazu noch in der Sonne stehend, auch nicht. Wir fuhren also weiter bis wir etwa drei Kilometer außerhalb eine Bushaltestelle gefunden haben. In dieser verweilten wir dann anderthalb Stunden, in denen es sich aber nicht wesentlich abgekühlte. Dann drehte der Wind. Wir waren in dem Moment so fertig, das wir fast in der Bushalte eingeschlafen wären. Wir schauten uns an, nickten, setzen uns stumm aufs Bike und fuhren mit 25 – 30 Sachen weiter. Jetzt, nach weiteren 20 km, haben wir dann aber doch den Kanal voll, obwohl der frühe Abend besser war als der Rest des gesamten Tages. Die Landschaft hat sich auch wieder etwas geändert. Sie ist noch flacher geworden und es gibt noch mehr Kamele links und rechts von der Straße. Ach ja, warum kommen wir nicht früher raus? Wie schon erwähnt, haben wir zwei Stunden verloren. Wir mussten ja wieder die Zeit umstellen.

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