Mittwoch, 22. Juli 2009

Montag, der 20.07.2009, Zhaskeshu

[Falk] Als der Wecker gegen fünf Uhr klingelt, geht es Katja wieder ganz gut. Sie meint, dass wir weiterfahren können. Wir verspüren alle Erleichterung. Zumindest können wir, falls es Katja wieder schlecht geht, in das nächste Hotel fahren. Hier an der Tankstelle kann man sich nicht wirklich erholen. Olaf und Livia sind morgens genauso gepolt wie wir. Wir kommen wieder sehr schnell voran und sitzen Punkt sieben auf den Rädern.
Den südlichsten Punkt auf unserer Reise durch Kasachstan haben wir heute hinter uns gelassen. Wir fahren seit heute Morgen wieder auf der alten Seidenstraße Richtung Nordost, zumindest auf einem ihrer Arme. Das Netz dieser alten Handelswege ist sehr groß.
Hier geht es heute richtig ab. Berge über Berge. Nach fünf Anstiegen zwischen 60 bis 150 Höhenmetern, fünf bis zu 12 Prozent Steigung und nach 45 km machen wir in einem Café Pause. Wir sind mitten in den Bergen angekommen.
Kurz bevor wir am Nachmittg wieder losfahren wollen, kommt ein Kanadier aus Richtung China an unserem Café vorbei.

Von Cross-Eurasia

Er hält an und wir quatschen ein wenig. Wir bringen uns auf den neusten Stand, was die Probleme in China betreffen und wie die Leute in China so drauf sind. Er hat sehr große Probleme mit seinem Hinterrad. Seitdem er aus Südkorea gestartet ist, hat er schon drei neue Felgen einspeichen müssen. Jetzt fährt er schon seit 100 km mit einer gerissenen Speiche. Olaf und ich fragen ihn, ob er noch Speichen dabei hat. Er bejahte und wir helfen ihm bei der Reparatur. Nach einer halben Stunde waren wir fertig. Wir stellen dabei fest, dass seine neue Felge schon wieder gerissen ist.

Von Cross-Eurasia

Er war nach dieser Nachricht ziemlich schlecht drauf. Das kann ich gut verstehen. Denn wenn man für ein Liegerad fast 4000 EUR bezahlt hat, kann man auch von guter Qualität ausgehen. Wir bauen alles wieder zusammen und fahren endlich weiter. Leider haben wir durch diese Reparaturarbeiten viel Zeit verloren und schaffen heute nicht mehr als 60 km. Dafür schlafen wir mitten in den Bergen an einem Fluss. Das ist der schönste Zeltplatz seit der Slowakei. Aber schaut selber. Wow. Wir sind hier nur 50 km von der Uzbekischen und 40 km von der Kirgisischen Grenze entfernt. Hinter uns befindet sich die Talas Region und das Aksu Zhabaghly Nature Reserve mit Bergen weit über die 4000 Meter. Das ist echt beeindruckend nach der ganzen Wüste und Steppe.

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