Freitag, 3. Juli 2009

Freitag, der 26.06.2009, Pausentag in Qandyaghash

[Falk] Wir sind platt, unsere Muskeln sagten heute definitiv Nein zu jeglichen Bewegungen. Dennoch quälten wir uns heute morgen aus den Federn, um unserem Freund Alexsej auf Wiedersehen zu sagen. Es ist uns wirklich nicht leicht gefallen, so einen netten, sympathischen und freundlichen Traveler zu verabschieden. In den letzten Tagen mussten wir uns nicht mit Wörterbüchern oder unserem Zeigebuch herum ärgern. Das Einkaufen ist eben deutlich einfacher, wenn man verstanden wird. Sei's drum, wir haben es ja auch bis hierher geschafft und wir werden es auch weiterhin meistern. Alexsej wird in der nächsten Zeit auch noch in die Situation kommen, in Länder zu fahren, in denen er nicht verstanden wird. Davor hat er auch ein wenig Bange, wie er uns gestern versicherte.
Heute Mittag gingen wir dann auf den örtlichen Markt, um unsere Vorräte aufzufüllen. Auf der Einkaufsliste standen einige Dinge, die wir dringend benötigen. Meine Kette vorn hat sich auf Grund der Wärme ausgedehnt, deshalb und durch den Verschleiß ist sie etwas länger geworden. Das verursacht dann ein lautes Klicken, da die Kette an den Rahmen anschlägt. Mein Kettenspanner hat aber nur eine Stellung. Wir mussten also eine Feile organisieren, um eine zweite Kerbe zu schnitzen. Dann haben wir an unserem Hänger 15er Schrauben und ich habe vergessen, einen solchen Schraubenschlüssel mitzunehmen. Wenn man dann noch, wie beschrieben, eine Panne hat, ist das durchaus blöd. Zum Glück war Alexsej dabei, der hat einen verstellbaren Schraubenschlüssel (was für eine geniale Erfindung). So einen besitzen wir jetzt auch. Ich habe gleich unsere anderen Schraubenschlüssel aussortiert. Seit der Ukraine suche ich auch schwarze Farbe für unseren neuen Ständer. Bis jetzt konnten wir keine geeignete finden. Die haben wir auch organisieren können. Durch die Erschütterungen der letzten Tage haben sich gleich zwei Kabelbrüche ereignet, die wir dringend vor unserer Weiterfahrt reparieren müssen. Ohne diese Reparatur ist unsere Stromversorgung nicht gewährleistet. Also Lötkolben kaufen - zwei EUR, Lötzinn - 50 ct, Colofonium - 50 ct. Das alles gibt es aber nicht an einem Stand. Wir waren an insgesamt vielleicht sechs oder sieben und immer die gleiche Geschichte. Ein neues Chinch-Kabel hat dann noch einmal zwei EUR gekostet. Nach einer Stunde Bastelei war alles geflickt. Dann haben wir in letzter Zeit festgestellt, dass wir in Hotels oder ähnliche Unterkünften meist kein warmes Wasser bekommen. Wir können natürlich unseren Benzinkocher nicht in geschlossenen Räumen benutzen, daher war es immer eine Herausforderung, warmes Wasser zu bekommen. Jetzt haben wir uns einen super leichten Miniheizstab geholt. Dieser funktioniert erstaunlich gut und ist auch zum Kochen von Nudeln geeignet.
Weitere Dinge auf unserer Einkaufsliste:
Kettenfett, Brot, Käse, Ketchup, Eier, Obst, Waschmittel, Sandpapier, Feuchtigkeitstücher, eine luftige lange Hose und ein langes luftiges Hemd für Falk. Außerdem einen neue Unterhose für Katja (die alte war durchgewetzt).
Dies alles haben wir heute organisieren können, bis auf Trockenmilch. Ich möchte damit nur mal mitteilen, was wir so machen, wenn wir Pause haben... Den Rest des Tages habe ich am Fahrrad geschraubt.

Von Cross-Eurasia

Katja hat in dieser Zeit unsere Wäsche per Hand gewaschen.
Morgen geht es dann weiter Richtung Aralsk. Hoffentlich können wir dort wieder mal ins Internet gehen. Hier war es leider nicht möglich einen Hotspot oder ähnliches zu finden. Vielleicht kann Alexsej, wenn er in Atöbe Internet hat, unsere Daten Richtung Heimat senden.

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