Dienstag, 22. September 2009

Dienstag, der 22.09.2009, zehn Kilometer nach einer Kreuzung

[Falk] Ich habe eigentlich keinen Bock mehr, Tagebuch zu schreiben. Ich habe auch keinen Bock mehr, Fahrrad zu fahren. Zumindest nicht, wenn ich aller 30 km das Hinterrad ausbauen muss.
Wir starten heute mit einer Hundertschaft von Gaffern und Klugscheißern. Als wenn wir unser Fahrrad zum ersten Mal packen und wir nicht wissen was wir tun. Ok, sie wollen ja nur helfen. Ich will diese Hilfe aber nicht! Mann. Erster Platten nach 30 Km, Scheiße! Am Hinterrad, dass mit Ausbau, Einbau und Reparatur ca. eine Stunde verschlingt. Ich pumpe den Reifen wieder auf und bei drei Bar platzt der Ersatzschlauch. Nochmal Scheiße! Wieder alles ausbauen. Ich kann auf Grund der Dicke (2.25) des Reifens das Rad erst aufpumpen, wenn es eingebaut ist. Sonst kommt der Reifen nicht an den V-Brakes vorbei. Wieder verlieren wir eine halbe Stunde in der Sonne und ich schwitzte. Toll. Dann passt wieder alles und wir gehen erst mal essen. Wir fahren weiter. Nach 60 Km merken wir, dass die Luft schon wieder aus dem Reifen entweicht. Ich pumpe noch einmal auf, denn wir sehen das nächste Kaff schon. Da wir heute schon so viel Zeit verloren haben, entscheiden wir uns einen Bauern zu fragen, ob wir da übernachten können. Nach einiger Diskussion an einem Buddistentempel, die uns keinen Unterschlupf bieten wollten (soviel zur Nächstenliebe oder verwechsle ich da jetzt was?), kommen wir an einer Gaststätte unter.














Hier gibt es zum Glück wieder sehr freundliche Menschen. Ich baue das Hinterrad nun zum dritten Mal an diesem Tag aus. Unsere neue Drehmomentstütze ist zwar super, aber die Schrauben, mit denen ich sie am Rahmen festgeschraubt habe, verlieren ihr Gewinde. Ich zeige einem älteren Herren das Problem. Der hat gleich nebenan eine Werkstatt, in der wir Schrauben anpassen können. Nach zwei Stunden vollende ich die Reparatur und hoffe, dass der chinesische Flicken diesmal besser hält. Den anderen hat es abgelöst.

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