Sonntag, 6. September 2009

Sonntag, der 06.09.2009, 54 Kilometer hinter Xingxingxia

















Wir haben etwas Angst, heute in den Tag zu starten. Unsere Trinkflaschen sind mit etwa zwei Litern gefüllt und unser Frühstück, Haferschleim plus zwei Tassen Tee, muss, um bis zum nächsten Ort zu kommen, reichen. Unter normalen Umständen kein Problem. Wir starten wieder auf unserer wunderbaren neuen Autobahn, die wir wieder für uns alleine haben. Die Richtung ist bekannt. Es wird etwa auf 1700 bis 1800 Meter hinauf gehen. Nach 20 km treffen wir wieder auf die ersten Bauarbeiter, die uns freundlich zuwinken und uns mit Knödeln beschenken. Nach weiteren zehn Kilometern kommt uns ein Arbeiter entgegen der meint, dass wir hier nicht mehr weiter fahren sollen. Wir verstehen nicht ganz warum und fahren erst einmal weiter. Dann merken wir, dass der Teer langsam warm wird. Vor uns taucht eine Teermaschine auf. Der Handtest zeigt aber, dass es für unsere Reifen kein Problem ist. Wir stoppen und der Teermaschinenführer signalisiert uns, dass es bald nicht mehr weiter geht und wir etwas weiter vorne die Autobahn verlassen sollen. Wir kommen hier nicht so richtig runter und fahren erst einmal weiter. Dann endet der Teer. Kurz darauf endet der festgefahrene Bereich und die Straße besteht nur noch aus weichem Sand. Hier ist ein Weiterfahren nicht mehr möglich. Wir fragen ein paar Bauarbeiter, was wir jetzt noch machen können. Einer meint, dass wir geradeaus können. Der nächste sagt, wir sollen rechts fahren und ein weiterer zeigt uns, dass wir links fahren sollen. Toll. Wir entscheiden uns für den direkten Weg. Doch nach 200 Metern schieben ändern wir unsere Meinung, als wir einen lauten Knall hören. Vor uns wird die Straße in den Felsen gesprengt. Dann fragen wir noch einmal nach und dieser Bauarbeiter sagt uns, dass der beste Weg auf die Seidenstraße der rechte ist. Nach 50 Hm bergab und drei Kilometer Umweg haben wir diese auch wieder gefunden. Nach weiteren 100 Hm hoch und fünf Kilometer Weg haben wir es endlich geschafft, wir sind in Xingxingxia auf 1850 Metern und können endlich Wasser kaufen. Es geht ein kurzes Stück bergab und nun befinden wir uns auf einer Hochebene. Hier gibt es weder Hügel noch Sträucher. So schlafen wir nach 90 km, wenig Sicht geschützt, neben der alten Seidenstraße. Wir sind nach den zwei Tagen ziemlich fertig und hoffen, dass es bald mal wieder richtig bergab geht.

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