Mittwoch, 19. August 2009

Mittwoch, der 19.08.2009, Ueruemqi



[Katja] Wir können ausschlafen und uns richtig erholen. Gegen 9 Uhr wacht Falk auf und macht sich ans Tagebuch schreiben. Nach einer weiteren Stunde kommt Li Quan vorbei und wir reden ein wenig über unsere Probleme. Er ist auch sehr Rad begeistert und scheint ein paar gute Kontakte zu einem Radladen zu haben. Einer seiner Freunde ist Zweiradmechaniker. Ich habe gleich die Telefonnummer in unser Handy gespeichert. Ich bitte Li Quan in unserem Hotel anzurufen, um unsere Reservierung zu bestätigen. Er übernimmt diese Aufgabe gerne für uns. Nach einer etwas lauteren Auseinandersetzung erklärt er uns, dass keine Reservierung angekommen ist. Das ist wahrscheinlich der fehlenden Internetfähigkeit in dieser Region geschuldet. Li Quan ruft eine Freundin an, die in einem anderen Hotel in Ueruemchi arbeitet, etwas besser englisch spricht als er und gute Kontakte hat. Ihr erklärt Falk dann, dass wir in kein anderes Hotel können als in das Super 8 Hotel, da unser Paket hier ankommt. Nach einiger Diskussion mit der Rezeption im Super 8 Hotel steht unsere Reservierung - zum Glück. So nach und nach kommen dann alle Freunde und Bekannte, die gestern mit beim Essen waren zu Li Quan in die Wohnung. Sie wollen uns alle beim Losfahren sehen. Wir dürfen aber nicht gleich weg, sondern müssen unbedingt noch mit zu seiner Mutter zum Mittagessen. Am liebsten wäre es ihm gewesen, wir wären noch ein paar Tage länger geblieben. Dann geht es aber endlich los und Li Quan begleitet uns die ersten sieben Kilometer zur Autobahn. Bis dahin geht es ganz schön hoch. 100 Höhenmeter, höre ich Falk fluchen. War wohl doch ein Bier zu viel gestern Abend. Dann verabschieden wir uns richtig herzlich von Li Quan und fahren die 30 km bis zum Stadtrand von Ueruemqi im dichten Verkehr. Dies ist aber kein Problem, da wir ja den ganzen Seitenstreifen für uns alleine haben. Wir fahren am Flughafen vorbei und sehen ein paar Flugzeuge starten. Jetzt kommen wir an die Stadtgrenze. Wir sehen die wunderschöne Silhouette einer modernen Großstadt. Nach weiteren zehn km in der Stadt sind wir schwer beeindruckt. Wir wissen gar nicht, wo wir zuerst hin schauen sollen. Aufgrund der Beschreibung von Li Quan und seinen Freunden verfahren wir uns nicht einmal und erreichen zielsicher unser Hotel. Die Rezeption weiß nichts mehr von unserer telefonischen Reservierung. Falk holt das Handy und ruft Li Quans Freundin an. Sie unterhält sich mit der Rezeption. Dann ist alles klar. Ohne Kontakte wären wir bei denen, die kein Englisch können, völlig aufgeschmissen. Dann kommt der Hotelmanager vorbei. Der kann sehr gut Englisch und ist ziemlich cool drauf. Er hat auch kein Problem damit, dass wir unser Bike mit aufs Zimmer nehmen möchten. Er gibt uns seine Nummer, falls wir Hilfe benötigen. Das Zimmer ist klasse und die Aussicht aus dem sechsten Stock super.

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